Ursachen von Scheidentrockenheit

The Causes of Vaginal Dryness

Dass zahlreiche Frauen unter Scheidentrockenheit leiden und unter welchen Symptomen diese leiden, haben wir bereits erläutert. Doch was können alles Ursachen für Scheidentrockenheit sein? Wir erläutern im Nachfolgenden, warum so viele Frauen an Scheidentrockenheit leiden können.

Warum so viele Frauen unter Scheidentrockenheit leiden

Ein sinkender Östrogenspiegel ist der Grund dafür, dass sich die Vagina verändert und Frauen unter einer trockenen Scheide leiden. Dabei kann ein sinkender Östrogenspiegel durch zahlreiche verschiedene Aspekte ausgelöst werden:

  • Menopause/Wechseljahre: Die wohl bekannteste Ursache für vaginale Trockenheit sind die Wechseljahre. In dieser Zeit nimmt der Östrogenspiegel im weiblichen Körper ab und die Geschlechtsorgane der Frauen verändern sich. Die Durchblutung des Intimbereichs wird ebenfalls geringer und die dortige Haut dadurch dünner. Die Haut im Intimbereich wird auf diese Weise deutlich anfälliger für Verletzungen und auch Infektionen. Häufig wird Scheidentrockenheit ausschließlich mit der Menopause in Verbindung gebracht. Grund hierfür ist wahrscheinlich, dass jede dritte Frau, die in den Wechseljahren ist, unter einer trockenen Scheide leidet. Allerdings leiden nicht nur Frauen in der Menopause unter Schwankungen des Hormonsystems. Es gibt noch zahlreiche weitere Gründe für vaginale Trockenheit.
  • Schwangerschaft, Geburt & Stillzeit: Während einer Schwangerschaft ist der weibliche Körper im Ausnahmezustand. Die Hormone Östrogen, HCG und Progesteron sind in dieser Zeit hauptsächlich dafür verantwortlich, dass zahlreiche Veränderungen im weiblichen Körper vor sich gehen. Ist die Schwangerschaft zu Ende und das Kind kommt zur Welt, hat der weibliche Körper einiges damit zu tun, den Hormonhaushalt wieder auf „nicht schwanger“ umzustellen. Dabei sinkt der Östrogenspiegel, was Scheidentrockenheit verursachen kann. Außerdem entsteht beim Stillen das Hormon Prolaktin, das ebenfalls einen Einfluss auf den Östrogenspiegel haben kann.
  • Strahlen- oder Chemotherapie: Krebserkrankungen werden meist mit Strahlen- und/oder Chemotherapie behandelt. Diese Behandlungen haben häufig einen Einfluss auf die Befeuchtung des Intimbereichs der Frauen. Die Schleimhäute trocknen aus, was in unangenehmem Jucken und Brennen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr resultieren kann. In einigen Fällen werden die Frauen durch die Behandlungen sogar schlagartig in die Menopause versetzt, was dann auch Scheidentrockenheit mit sich bringt.
  • Entfernung der Eierstöcke: Werden die Eierstöcke bei einer Frau entfernt, kann dies Auswirkungen auf deren Hormonspiegel haben. Betrifft dies den Östrogenspiegel, kann der Feuchtigkeitshaushalt des Intimbereichs gestört sein, wodurch die Vaginalschleimhaut dünner, trockener und anfälliger für Schmerzen und Infektionen wird.

Why so many women suffer from vaginal dryness

  • Starkes Rauchen/Alkoholkonsum: Das Nikotin, das starke Raucher aufnehmen, kann die Blutgefäße negativ beeinflussen und somit auch einen nachteiligen Einfluss auf den Feuchtigkeitshaushalt der Scheide haben. Dasselbe gilt auch für übermäßigen Alkoholkonsum.
  • Hormonbehandlung mit Anti-Östrogenen: Durch eine Hormonbehandlung mit Anti-Östrogenen wird der Östrogenspiegel beeinflusst. Dies kann sich negativ auf das Scheidenmilieu und den Feuchtigkeitshaushalt des Intimbereichs auswirken. Diese Therapien kommen meist zum Einsatz, um die Wirkung des Hormons Östrogen auf die Tumorzellen einzuschränken. Denn beispielsweise viele Brustkrebstumore wachsen abhängig von weiblichen Geschlechtshormonen.
  • Probleme des Immunsystems: Schleimhäute ebenso wie die Haut an sich schützen den Körper vor Bakterien. Ist das Immunsystem geschwächt, schützen die Schleimhäute nicht mehr so zuverlässig und es kann vermehrt zu Infektionen und eben auch einer trockenen Scheide kommen.
  • Übertriebene Intimhygiene: Das Scheidenmilieu der Frau ist sauer und kann sich somit gegen Bakterien selbst schützen. Aufgrund von übertriebener Intimhygiene kann das Scheidenmilieu jedoch gestört werden und es kommt stattdessen zu einer trockenen Scheide. Bei der Intimhygiene ist also weniger meist mehr. Worauf genau es zu achten gilt, können Sie in unserem Beitrag „Intimpflege der Frau – wie kann man Entzündungen vermeiden?“ nachlesen.
  • Unsachgemäße Benutzung von Tampons: Tampons nehmen eben nicht nur das Blut der Regelblutung auf, sondern auch die so wichtige Scheidenflüssigkeit. Diese ist dann zur Befeuchtung des Intimbereichs nicht mehr vorhanden und es kann zu Schmerzen kommen. Denn die Reibung, die entsteht, spüren die Frauen auf diese Weise deutlich stärker. Leiden Frauen ohnehin schon unter einer trockenen Scheide, sollten diese daher wenn möglich, auf eine Alternative zurückgreifen.
  • Medikamente: Behandlungen bei Endometriose, Fibrose im Uterus oder Fruchtbarkeitsstörungen können den Östrogenspiegel – ebenso wie Verhütungsmittel mit Progesteron – senken. Aber wussten Sie, dass sogar einige Mittel gegen Husten oder eine laufende Nase auch Auswirkungen auf Ihren Intimbereich haben können? Wenn vaginale Trockenheit nach der Einnahme von Medikamenten gegen Allergie oder Schnupfen auftritt, sollte ein Arzt oder Apotheker dahingehend zu Rate gezogen werden, ob nicht ein anderes Medikament eingenommen werden kann.
  • Sjögren-Syndrom: Bei dem Sjögren-Syndrom handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die zur Folge hat, dass das Immunsystem gesundes Gewebe angreift. Dies führt zu trockenen Augen und Mund, kann jedoch auch zu Scheidentrockenheit führen.
    Genau wie bei rheumatischer Arthritis und anderen Autoimmunerkrankungen kann das Sjögren-Syndrom familienbedingt sein. Diese Krankheit kann in jedem Alter ausbrechen, meist jedoch ab 40 Jahren. Frauen mit dem Sjögren-Syndrom leiden häufig unter Scheidentrockenheit und schmerzhaftem Sex, und manchmal wird dies mit Atrophie der Vagina aufgrund der Menopause verwechselt. Frauen sollten hierüber mit ihrem Arzt sprechen, wenn es in deren Familie Fälle des Sjögren-Syndroms mit trockener Haut, trockenen Augen, trockenem Mund oder Scheidentrockenheit gibt. Es kann sein, dass nicht die Menopause, sondern das Sjögren-Syndrom verantwortlich für die Beschwerden ist.
  • Seelische Ursachen: Eine Erregung der Frau und somit auch die nötige Befeuchtung des Intimbereichs beim Geschlechtsverkehr spielt sich auch im Kopf ab. Frauen müssen im besten Fall vollkommen abschalten können, um erregt zu werden. Und nur mit einer entsprechenden Befeuchtung des Intimbereichs, ist die Reibung beim Geschlechtsverkehr nicht schmerzhaft. Hat Frau jedoch Stress, Ängste oder leidet unter Nervosität kann das die Befeuchtung des Intimbereichs verhindern und zu einer trockenen Scheide führen.

Ursachen für Scheidentrockenheit gibt es zahlreiche. Nicht nur Frauen in der Menopause leiden unter den unangenehmen Symptomen einer trockenen Scheide. 17% aller Frauen leiden sogar noch vor der Menopause unter Scheidentrockenheit. Die genannten Ursachen erklären warum. Doch was hilft gegen die unangenehmen Symptome der Scheidentrockenheit? Erfahren Sie dazu mehr im nächsten Artikel.

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