Was hilft bei Scheidentrockenheit?

Ways to treat vaginal dryness

Was die Symptome und die Ursachen der Scheidentrockenheit sind, haben wir bereits in früheren Artikeln erläutert. Doch was hilft bei Scheidentrockenheit? Im Nachfolgenden soll es nun darum gehen, was Frau gegen die unangenehme Trockenheit im Intimbereich tun kann.

Hilfe bei Scheidentrockenheit – Gleitmittel

Wir von pjur med empfehlen Frauen, die unter Scheidentrockenheit leiden immer die tägliche Anwendung eines Gleitmittels. Auch Ärzte und Apotheker empfehlen Gleitmittel, um die unangenehmen Symptome einer trockenen Scheide zu lindern. Gleitmittel oder auch Gleitgel wird bereits von zahlreichen Menschen beim Geschlechtsverkehr genutzt, um zur Befeuchtung des Intimbereichs beizutragen und die entstehende Reibung zu reduzieren. Nach demselben Prinzip kann die regelmäßige Anwendung eines Gleitmittels helfen, die Beschwerden der Scheidentrockenheit zu lindern. Mehr zur Nutzung von Gleitmitteln finden Sie in unserem Artikel „Die Nutzung von Gleitmittel – Warum es neben medizinischen Gründen auch noch viele andere gibt“.

Wasserbasierte Gleitmittel weisen einen hohen Wasseranteil auf und versorgen die Haut des Intimbereichs bei regelmäßiger Anwendung mit der fehlenden Feuchtigkeit. Bei silikonbasierten Gleitmitteln sind die Inhaltsstoffe andere. Wie der Name schon sagt, enthält ein silikonbasiertes Gleitmittel Silikon. Dies ist größer als die Poren der Haut und verbleibt somit auf der Oberfläche, statt in diese einzuziehen. Bei regelmäßiger Anwendung eines silikonbasierten Gleitmittels entsteht ein Schutzfilm auf der Haut, der die zu geringe Befeuchtung ausgleichen kann.

Wichtig bei der Verwendung eines Gleitmittels sind die Inhaltsstoffe. Denn bei einem ohnehin schon gereizten Scheidenmilieu sollte keine weitere Reizung durch minderwertige Inhaltsstoffe riskiert werden. Unsere pjur med-Gleitmittel zeichnen sich durch eine hohe Hautverträglichkeit aus und sind dermatologisch getestet und bestätigt. Wir achten bei der Herstellung unserer Gleitmittel außerdem darauf, dass diese geruchs- und geschmacksneutral sind und keine Paraffine, Parabene und Farbstoffe enthalten.

Ways to treat vaginal dryness

Weitere Hilfe bei Scheidentrockenheit

Neben der regelmäßigen Anwendung eines Gleitmittels gibt es auch noch die folgenden Maßnahmen, die zur Linderung der Symptome der Scheidentrockenheit beitragen können:

  • Beim Vorspiel Zeit lassen: Eine zu geringe Befeuchtung ist vor allem beim Geschlechtsverkehr schmerzhaft. Daher sollte das Vorspiel entsprechend länger ausfallen. Dies kann zu einer nötigen Feuchtigkeit beitragen und dabei helfen, die Stunden zu zweit wieder genießen zu können.
  • Die richtige Unterwäsche/Kleidung tragen: Auch Unterwäsche kann sich auf die Befeuchtung im Intimbereich negativ auswirken. Besteht diese nicht aus Baumwolle und ist zudem noch sehr eng, kann sich die Wärme im Intimbereich stauen und das Scheidenmilieu negativ beeinflussen. Auch sehr eng getragene Hosen können denselben negativen Effekt haben. Hierauf sollte Frau achten, um vaginale Trockenheit nicht zu begünstigen.
  • Tampons während der Menstruation meiden: Die Nutzung von Tampons während der Menstruation ist sehr hygienisch und daher beliebt. Allerdings nimmt ein Tampon nicht nur die Ausscheidungen während der Menstruation auf, sondern auch die so wichtige Scheidenflüssigkeit. Binden oder Slipeinlagen dagegen gewährleisten weiterhin die Befeuchtung des Intimbereichs und nehmen ebenfalls die Ausscheidungen während der Menstruation auf. Wenn Frauen also unter einer trockenen Scheide leiden, sollten diese vielleicht eher auf die Nutzung von Tampons verzichten.
  • Stress vermeiden: Stress kann eine Ursache für vaginale Trockenheit sein. Um dem vorzubeugen sollte Stress vermieden oder auch Methoden zur Bewältigung von Stress ausprobiert werden. Generell Bewegung kann schon hilfreich bei Scheidentrockenheit sein. Auch Yoga, Pilates oder andere Entspannungsübungen bieten sich an.
  • Regelmäßige Bewegung: Dass wir uns regelmäßig bewegen sollten, wird uns ja ständig geraten. Auch in Bezug auf die Gesundheit des Intimbereichs ist das von Bedeutung. Denn mit entsprechender Bewegung kann die Beckenbodenmuskulatur gestärkt und die Durchblutung im Unterleib gefördert werden. Das kann die Befeuchtung des Intimbereichs positiv beeinflussen und somit einer trockenen Scheide vorbeugen.
  • Angemessene Intimhygiene: In Bezug auf die Intimhygiene besteht bei uns ja eigentlich eher das Problem, zu viel zu reinigen. Da der Intimbereich beziehungsweise die Scheidenflora ein saures Milieu aufweist, kann diese sich selbst vor Bakterien schützen. Aufgrund zu starker Reinigung kann das Scheidenmilieu gestört werden und anfälliger für Infektionen und Hautreizungen werden. Dies schließt auch die Trockenheit des Intimbereichs ein. Diesen Bereich des Körpers mit klarem Wasser zu reinigen, reicht also vollkommen aus.
  • Die richtige Verhütungsmethode: Verhütungsmittel, die Hormone enthalten, können ebenfalls einen negativen Einfluss auf den Intimbereich einer Frau haben. Die Pille beispielsweise beeinflusst den Östrogenspiegel und kann so zu einer zu geringen Östrogenproduktion beitragen, die wiederum zu einer geringen Befeuchtung im Intimbereich führt und zu unangenehmem Jucken und Brennen. Die Verhütungsmethode zu wechseln, kann die Beschwerden der Scheidentrockenheit möglicherweise schon lindern.
  • Genügend Trinken: Ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, beeinflusst auch den Feuchtigkeitshaushalt des Körpers. Um der Entstehung von vaginaler Trockenheit vorzubeugen, ist daher auch genügend zu trinken essentiell.
  • Hormonersatztherapie: Diese Form der Hilfe bei Scheidentrockenheit erklärt sich beinahe von selbst, denn um den zu geringen Östrogenspiegel auszugleichen, erhalten die betroffenen Frauen zusätzliche Hormone. Dies sollte jedoch nur der letzte Ausweg sein, denn zahlreiche Möglichkeiten ohne Hormone bieten sich an. Die pjur med Gleitmittel beispielsweise sind alle hormonfrei.
  • Übermäßiges Rauchen und Alkoholkonsum einschränken: Starkes Rauchen oder auch Alkohol wirken sich negativ auf die Blutgefäße aus. Das kann auch den Intimbereich der Frau betreffen. Daher sollten Frauen auf starkes Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum verzichten.
  • Ausgewogene Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung kann zahlreiche Aspekte unseres Körpers beeinflussen und eben auch die Gesundheit des Intimbereichs. Hierbei werden gute Fette, viele Vitamine, Obst und Gemüse und Vollkornprodukte für eine ausgewogene Ernährung empfohlen.

Die genannten Formen der Hilfe bei Scheidentrockenheit sollten bereits helfen, die unangenehmen Symptome zu lindern. Um andere Ursachen der Scheidentrockenheit auszuschließen, sollten Sie aber in jedem Fall auch mit Ihrem Arzt darüber sprechen, dass Sie unter einer trockenen Scheide leiden.

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