Wechseljahresbeschwerden – was Frauen erleben

Symptoms of the Menopause – What Women Experience

Wie bereits in einem früheren Artikel angedeutet, sind die Wechseljahre für Frauen zu Beginn nur daran zu erkennen, dass sich deren Monatsblutung verändert. Bei einigen wird diese schwächer, bei anderen dagegen zunächst noch einmal stärker. Die Monatsblutung kommt meist unregelmäßiger und auch Zwischenblutungen sind üblich. Die Abstände zwischen den einzelnen Monatsblutungen werden länger. Irgendwann bleibt diese dann vollständig aus, was als Menopause bezeichnet wird. Zu Beginn bemerken Frauen die Veränderungen und somit Wechseljahresbeschwerden in der Regel kaum. Umso näher diese an den Zeitpunkt der letzten Regelblutung kommen, desto eher sind Veränderungen bemerkbar.

Typische Wechseljahresbeschwerden

Zu den typischen Wechseljahresbeschwerden bei Frauen zählen die folgenden:

  • Hitzewallungen und Schweißausbrüche: Bis zu zwei Drittel aller Frauen erleben unangenehme Hitzewallungen und Schweißausbrüche als Wechseljahresbeschwerden. Eine heiße Welle breitet sich auf den ganzen Körper aus und geht meist mit starkem Herzklopfen einher. Grund hierfür ist womöglich die Hormonumstellung und eine damit bedingte Fehlfunktion der Temperaturregulierung des Körpers. In der Regel haben Frauen dieses Symptom der Wechseljahre aber nur ein bis zwei Jahre.
  • Scheidentrockenheit: Der geringe Östrogenspiegel beeinflusst die Schleimhäute und das nicht im positiven Sinne. Denn diese werden aufgrund des geringen Östrogenspiegels nicht mehr genügend durchblutet und befeuchtet und daher trocken – das ist vor allem bei den Schleimhäuten im Intimbereich schmerzhaft. Viele Frauen in den Wechseljahren berichten daher von trockenen und empfindlichen Schleimhäuten. Die sogenannte Scheidentrockenheit kann dabei sehr unangenehm sein. Die Frauen leiden unter Jucken und Brennen im Intimbereich und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder sogar im Alltag. Die tägliche Anwendung von Gleitmittel kann hier Abhilfe schaffen. Denn ein solches befeuchtet den Intimbereich und kann die unangenehmen Beschwerden lindern.
  • Stimmungsschwankungen: Auch Stimmungsschwankungen sind Symptome der Wechseljahre. Hierbei leiden die Frauen aber eher unter Niedergeschlagenheit und Reizbarkeit als unter Überschwang. Dies hängt ebenfalls mit den hormonellen Schwankungen in den Wechseljahren zusammen, die den Hypothalamus und dadurch auch das limbische System beeinflussen, das für unsere Gefühle zuständig ist.
  • Schlafstörungen: Ob es nun die nächtlichen Hitzewallungen oder der Stress im Alltag sind, die einen nicht zur Ruhe kommen lassen – in den Wechseljahren klagen zahlreiche Frauen über Schlafstörungen.
  • Schwindel: Körperliche Abläufe werden auch durch Hormone gesteuert. Kommt es in den Wechseljahren zur Umstellung des Hormonspiegels, kann das auch in Schwindel resultieren.

Typical symptoms of the menopause

  • Depressivität: Während viele Frauen aufgrund der hormonellen Umstellungen unter Stimmungsschwankungen leiden, gibt es sogar einige, die darüber depressiv werden. Sie empfinden Leere und Sinnlosigkeit und verspüren nur noch wenig Lebensfreude und Antrieb. Experten sprechen dabei von peri- und postmenopausaler Depressivität.
  • Geringere Leistungsfähigkeit: An einer geringeren Leistungsfähigkeit ist unter anderem der gestörte Schlafrhythmus schuld. Denn Schlafstörungen sind ebenfalls häufig Wechseljahresbeschwerden der Frauen. Sie schlafen schlechter ein und sind während der Nacht häufig über lange Phasen wach. Das schränkt die Leistungsfähigkeit der Frauen ein. Wie auch an vielem anderen ist hieran aber auch der Abfall des Hormons Östrogen Schuld. Denn dieses spielt auch eine Rolle bei der geistigen Leistungsfähigkeit.
  • Erschöpfung: Erschöpfungszustände in den Wechseljahren resultieren bei Frauen aus den Schlafstörungen und auch den Hitzewallungen, unter denen diese zu leiden haben. Während der Nacht schlafen die Frauen schlecht, haben Hitzewallungen und sind dann am nächsten Tag nur wenig ausgeruht. Kein Wunder, dass sie sich dann erschöpft fühlen und für die Aufgaben des Alltags nicht fit genug.
  • Sexuelle Probleme: Sexuelle Probleme resultieren in den Wechseljahren aus verschiedenen Aspekten. Zum einen die geringer werdende Befeuchtung des Intimbereichs und die daraus entstehende Scheidentrockenheit. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr lassen Frauen sich verschließen und nicht mehr an ein entspanntes Intimleben denken. Gleitmittel können hier Abhilfe schaffen. Doch auch die anderen Symptome der Wechseljahre wie eine Gewichtszunahme, die Erschöpfung oder auch Stimmungsschwankungen sind keine optimalen Voraussetzungen für eine unbeschwerte Intimität. Daher haben viele Paare in der Zeit der Wechseljahre sexuelle Probleme.
  • Leichte Reizbarkeit: Östrogen hat zahlreiche Aufgaben im Körper. Und es hat beispielsweise auch einen stabilisierenden Effekt auf die weibliche Psyche. Ein geringer Östrogenspiegel geht daher auch meist mit schlechter Laune einher. Frauen sind dann leichter reizbar und schlecht drauf. Das merken schon junge Frauen im Verlauf ihres Zyklus. Doch neben dem geringen Östrogenspiegel sind Frauen natürlich auch aufgrund der zahlreichen Veränderungen, häufig ja in eine negative Richtung, einfach nicht so gut drauf.
  • Gewichtszunahme: Hormone sind häufig auch an Gewichtsveränderungen beteiligt. So auch in den Wechseljahren. Aufgrund des geringer werdenden Östrogenspiegels und der Dominanz an männlichen Hormonen, die irgendwann im weiblichen Körper vorherrscht, ähnelt die Fettverteilung von Frauen in den Wechseljahren eher der von Männern. Die weibliche Taille verschwindet immer mehr, der Po wird flacher, der Bauch rundlicher und um die Hüften legt Frau an Gewicht zu. Je älter Menschen generell sind, desto weniger Nahrung benötigen sie. Das heißt aber auch, dass wenn Frau in den Wechseljahren genauso viel isst, wie vorher, dann nimmt sie zu. Rund ein Kilogramm pro Jahr. Viele Frauen fühlen sich daher zunehmend unwohl. Wir werden in einem anderen Beitrag noch genauer darauf eingehen, welche Ernährung in den Wechseljahren für Frauen sinnvoll ist.
  • Mögliche Blasenschwäche: Aufgrund des geringeren Östrogenspiegels bilden sich im Laufe der Wechseljahre die Schleimhäute von Blase und Harnröhre zurück. Außerdem leidet der Beckenboden in dieser Zeit, denn dieser Muskel verliert an Elastizität und gibt häufiger nach. Die Kontrolle des Harndrangs wird dadurch beeinflusst.

Insgesamt lässt sich sagen, dass etwa ein Drittel aller Frauen starke Wechseljahresbeschwerden hat, ein weiteres Drittel mittelschwere Wechseljahresbeschwerden und wiederum ein Drittel während der Wechseljahre kaum Symptome verspürt. Doch es bieten sich Hilfsmittel, um die genannten Beschwerden zu lindern. In unserem nächsten Artikel wird es um die Behandlung der Wechseljahresbeschwerden gehen.

 

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