Männer und die Midlife-Crisis – was Mann erlebt

The Male Midlife Crisis – What Men Go Through

Das klassische Bild für den Mann in der Midlife-Crisis ist der rund 40jährige Mann, der sich mit einer jungen Blondine schmückt und dafür wahrscheinlich seine Ehefrau und Familie hinter sich gelassen hat. Dies ist zwar nur ein Klischee, doch es gibt die sogenannte Midlife-Crisis beim Mann tatsächlich. Was das genau ist, was Männer in dieser Zeit durchmachen und wie Mann und Frau gut durch diese Lebensphase kommen, soll Thema des nachfolgenden Artikels sein.

Die Midlife-Crisis beim Mann – was ist das?

Meist im Alter von Ende 30 bis 50 beginnen viele Männer, ihr bisheriges Leben in Frage zu stellen. Welchen Sinn hat mein Leben? Was habe ich bisher in meinem Leben erreicht? Soll das etwa schon alles gewesen sein? Mann möchte dann aus seinem Alltag ausbrechen, Neues ausprobieren, häufig Dinge machen, die er unbedingt noch erleben möchte. Für die bestehende Beziehung ist dies meist eine Zerreißprobe, und manchmal bedeutet das sogar das Ende. Auch das eigene Alter wird Mann in dieser Zeit bewusst. Eine junge Geliebte macht ihn dann jung und er kann ohne Verantwortung wieder spontan und frei sein. Doch warum ist das alles so?

Die Midlife-Crisis bei Männern – körperliche und psychische Ursachen

Häufig wird die Menopause bei Frauen mit der Midlife-Crisis bei Männern gleichgesetzt. Dass aber auch Mann in die Wechseljahre kommen kann, haben wir bereits in einem Artikel zum Thema „Wechseljahre bei Männern?“ erläutert. Die Midlife-Crisis beim Mann hängt damit jedoch eng zusammen und hat ebenso körperliche Ursachen. In dieser Lebensphase des Mannes sinkt nämlich die Testosteronproduktion und somit nimmt die Potenz und auch die Libido langsam ab. Auch die Leistungsfähigkeit wird weniger und der Stoffwechsel verändert sich, so dass auch Mann beginnt zuzunehmen. Bei vielen Männern werden die Haare weniger und einige bekommen sogar eine Glatze. Alles Aspekte, die das äußere Erscheinungsbild beeinflussen und Anzeichen des Älterwerdens sind.

Neben den körperlichen Veränderungen, gibt es auch psychische Auslöser für die Midlife-Crisis bei Männern. Psychisch ist vor allem das oben bereits Genannte Auslöser: Das Leben ist nun halb vorbei und das Thema Sterblichkeit rückt ebenfalls mehr in den Fokus. Die Kinder sind vielleicht schon erwachsen oder werden immer selbstständiger und die eigenen Eltern sind nicht mehr die jüngsten oder vielleicht schon verstorben. Das Hinterfragen des eigenen Lebens ist in dieser Phase zentral. Männer möchten mit Verhaltensweisen, die so gar nicht zu ihrem bisherigen Leben passen, ausbrechen und allen beweisen, dass sie noch jung und fit sind. Mann gehört schließlich immer noch zur jungen Generation und ist alles andere als alt.

Wie Mann die Midlife-Crisis gut übersteht

Grundsätzlich ist ja ein sich Hinterfragen nichts Schlimmes, sondern kann auch positive Veränderungen mit sich bringen. Der erste Schritt sollte daher sein, diesen Lebensabschnitt nicht als Krise, sondern vielmehr als Chance zu sehen. Außerdem sollte auch jedem klar sein, dass sich vielleicht nicht alle Ideen oder neuen Pläne sofort umsetzen oder in den jetzigen Alltag integrieren lassen. Ist Mann in einer Beziehung, sollte die Partnerin direkter Ansprechpartner sein. Nicht nur, um dieser zu erklären, warum die Veränderungen einem wichtig sind, sondern auch, um darüber zu sprechen, wie man diese vielleicht gemeinsam als Paar meistern kann. Hat Mann auf irgendetwas besonders viel Lust, kann es gut sein, dass die Partnerin diese neue Erfahrung gerne mit ihm teilen möchte.

How to survive a male midlife crisis unscathed

Wir haben die wichtigsten Tipps, wie Mann und Frau alleine aber auch als Paar mit der Midlife-Crisis klarkommen können einmal zusammengefasst:

  1. Miteinander sprechen: Auch wenn das den meisten Männern schwer fällt und sie solche Veränderungen lieber mit sich alleine ausmachen, sollten Paare miteinander sprechen. Wenn Mann irgendetwas ändern möchte, ist es immer ratsam, die Partnerin mit ins Boot zu holen und gemeinsam eine Entscheidung zu treffen.
  2. Frauen sollten aufmerksam sein: Verändert der eigene Mann sich und das auch noch in eine Richtung, die der Partnerin nicht wirklich gut gefällt, entsteht daraus meist Konfliktpotenzial. Frau sollte ihren Partner dann aber darauf ansprechen, was denn genau los ist. Zu verstehen, was in einer anderen Person vor sich geht, hilft meist dabei, das Verhalten besser nachvollziehen zu können. So findet man meist schnell eine Lösung oder zu mindestens einen Kompromiss und weiß den anderen nach diesem Gespräch besser einzuschätzen.
  3. Midlife-Crisis und sexuelles Ausprobieren: Die Midlife-Crisis beim Mann und das Thema Sex sind eng miteinander verknüpft. Häufig möchte Mann im Bett dann neue Dinge ausprobieren. Meist, um sich zu beweisen, dass er alles andere als alt ist. Gerade deshalb kommt es oft dazu, dass eine Beziehung in die Brüche geht, da der Mann sich das, was er bei seiner Frau/Partnerin nicht bekommt, einfach woanders sucht. Frau sollte die Vorschläge des eigenen Mannes in diesem Bereich nicht einfach abwehren, sondern darüber nachdenken und vielleicht einfach mit ihm etwas Neues ausprobieren. Vielleicht gefällt das, was Mann gerne einmal ausprobieren möchte, ja auch Frau 😉 Mann dagegen muss hier aber natürlich auch Verständnis haben, dass Frau vielleicht nicht dazu bereit ist, alles mit ihm auszuprobieren.
  4. Veränderung ist auch immer eine Chance: Man verliert sich schnell im Alltagstrott und macht immer dieselben Dinge. Vielleicht kommt die Midlife-Crisis beim Mann da gerade recht, endlich einmal etwas an seinem Leben zu ändern. Sowohl Mann als auch Frau sollten diese Zeit, in der man sich gerne noch einmal neu erfindet, nutzen. Vielleicht entdecken Sie Interessen, von denen Sie jetzt noch gar nichts ahnen.

Und obwohl die Midlife-Crisis meist mit Männern in Verbindung gebracht wird, stellen auch zahlreiche Frauen ihr Leben in ihrer Lebensmitte in Frage. Auch das weibliche Geschlecht probiert in dieser Zeit wieder mehr aus und verändert sich. Veränderungen sind nichts Schlimmes. Ganz im Gegenteil, es kann sogar gut sein, sich von Zeit zu Zeit zu hinterfragen und alltägliche Routinen zu verändern.

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